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STUDIUM

27. September 2006: Ich immatrikuliere mich an der Hochschule Neubrandenburg für den Studiengang Early Education – Bildung und Erziehung im Kindesalter. Als zweiter Jahrgang begann unser Semester. Einige anstrengende Wochen der Selbstbildung und –entwicklung standen vor mir. Das, was ich als spätere Frühpädagogin Kindern zeigen will, habe ich am eigenen Leib und Geist gespürt. Das lässt mich authentischer in die Praxis gehen. Ich möchte Mädchen und Jungen in ihrer Aneignung der Welt wahrnehmen, beobachten, zu Neuem anregen. Sie sollen sich selbst bilden können, mit aller Unterstützung, die man Kindern dabei geben kann. Ohne Frontalunterricht und Eintrichtern der Lerninhalte! Sondern mit Bindungstheorien, Selbstbildungs-Lerntheorien, Gender Mainstreaming und Ressourcenorientierung! Was seit Jahren anscheinend theoretisch besteht bedarf einer praktischen Umsetzung!
Die Vorlesungen und Seminare waren stets aufeinander abgestimmt. Es ist fachübergreifendes Denken sinnvoll und vor allem von unseren Professoren und Professorinnen sowie den Dozenten und Dozentinnen gewollt! Als Einheit haben sie uns durch die ersten Semester geführt! So etwas habe ich noch nie von individuellen Persönlichkeiten an einer Bildungsinstitution erlebt!
Wichtig in meinem Studium ist auch der stetige Praxisbezug. Bis zum fünften Semester ist ein Praxistag pro Woche plus anschließender Reflexion Pflicht. Ende des zweiten und des vierten Semesters folgt ein achtwöchiges Praktikum. Trotz des wenigen „Urlaubs“ in den eigentlichen Sommerferien ist das m.M.n. notwendige Bildung innerhalb des kurzen Studiums. Welche Ausbildung hat schon steten Praxisbezug und die dazugehörige wissenschaftliche Reflexion?!

Zu dieser – meiner – Selbstbildung gehört auch, dass ich bereits von September 2002 bis April 2006 an der Hochschule Neubrandenburg Gesundheitswissenschaften studiert habe. Mit diesem Abschluss könnte ich in sämtlichen gesundheitlichen Einrichtungen arbeiten. Überraschend finde ich, dass das Thema meiner Bachelorarbeit stets aktuell ist. Ich habe eine Befragung von BARMER-Versicherten, die an dem Disease-Management-Program Diabetes mellitus Typ 2 teilnehmen – zu damaliger Zeit recht neu -, telefonisch durchgeführt. Daraus entstanden mittlerweile einige wissenschaftliche Publikationen in Fachzeitschriften. Auch eine erneute – diesmal national und schriftlich – durchgeführte Versichertenbefragung ergab sich aus dieser damaligen Themenwahl. Für möglich gehalten habe ich das nicht! Damals aber auch nicht, dass mich diese Hochschule noch weiter in meinem Leben begleiten wird!


Wenn du weißt, was du willst und wohin du willst, findest du die Kraft, dein Ziel zu erreichen.
(Karin Heinrich)


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